Sportverein
Sumiswald

Frauen 1: Gegentore zum dümmsten Zeitpunkt

10.05.2016
Philippe Mathys
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4:2
FC Kerzers / Laupen
 
Frauen 2. Liga

Für Gegentore gibt es nie einen optimalen Zeitpunkt, doch die 2. Liga Frauen vom Team Unter-Emmental kassierten diese im Auswärtsspiel gegen den Tabellenzweiten Kerzers/Laupen tatsächlich im dümmsten Moment. Zuerst dominierte man die Startminuten nach Belieben, lag aber nach den ersten beiden Angriffen vom Heimteam (7./9.)  innert zwei Minuten 2:0 in Rückstand. Als Sabrina Schneider per Penalty verkürzte (23.) ging es gerade mal 60 Sekunden und der Zweitorerückstand war wieder Tatsache, was trotz Anschlusstreffer von Nicole Eberhart (48.) eine Aufholjagd deutlich erschwerte.

Im dritten Rückrundenspiel reisten die Frauen vom Team Unter-Emmental zum Tabellenzweiten Kerzers/Laupen, wo man zum ersten Mal bei Sommerlichen Bedingungen antreten konnte. Mit einem schmalen Kader von 12 Spielerinnen starteten die Gäste schwungvoll in die Partie und konnten die Startminuten für sich entscheiden. Mehr als ein gefährlicher Eckball von Cornelia Zürcher und einem Kopfball von Nicole Eberhart schaute dabei jedoch nicht heraus. Ausgerechnet in diesem Zeitpunkt, als die Gästeführung in der Luft lag, ging ein Ball im Zentrum verloren und schon lag man 1:0 (7.) in Rückstand. Geschockt von diesem Gegentreffer vergingen nur wenige Sekunden und schon lag der Ball zum zweiten Mal (9.) im Gästetor. Von diesem Gegentreffer erholten sich die Unter-Emmentalerinnen besser und Eberhart (11.) vergab den Anschlusstreffer nur knapp. Dieser kam rund zehn Minuten später, als Sabrina Schneider in gewohnt sicherer Manier, einen streng gepfiffenen Foulpenalty an Zürcher, souverän zum 2:1 verwertete. Doch die Freude hielt gerade einmal 60 Sekunden und zum dümmsten Zeitpunkt stand es schon wieder 3:1 für das Heimteam. In der Folge ereignete sich ein ausgeglichenes Spiel und beide Teams kamen vor der Pause noch zu einer Torchance. Doch sowohl Fabienne Stalder (27.), wie auch ein Schlenzer einer Heimstürmerin landeten nicht im Tor.

In der kühlen Garderobe erholten sich die Gäste von den warmen Temperaturen und wollten wie im Heimspiel (3:3 nach 0:3 Pausenrückstand), das Spiel noch drehen. Die Hoffnung auf einen Punktgewinn vergrösserte sich in der 48. Minute als Eberhart von der linken Seite auf 2:3 verkürzte. Diesmal hielt das Resultat etwas länger, auch weil sich die Gäste nach einem Lattenkopfball (50.) bei der eigenen Torumrandung bedanken konnten. Gästechancen waren in dieser Phase leider Mangelware und wenn, dann konnte die Heimtorhüterin abwehren, wie nach einem Schuss von Melani Kovac nach 58 Minuten. Die Unter-Emmentalerinnen zollten in der letzten Halbenstunde der warmen Temperaturen ihren Tribut und auf der Bank sassen keine frischen Spielerinnen mehr bereit. So war es eher das Heimteam, welches der Spielentscheidung näher stand. Da aber Melanie Schneider im Gästetor das eigene Team mit ihren Paraden im Spiel halten konnte, blieb die Spannung bis zum Schluss. Die beste Ausgleichschance vergab Zürcher 8 Minuten vor Schluss, als sie an der gegnerischen Torhüterin scheiterte. So kam wie es kommen musste und als praktisch nur noch 2 Spielerinnen hinten anzutreffen waren, erhöhte das Heimteam in der 95. Minute zum 4:2 Schlussstand.

Obwohl die Rasechatze ein weiteres Mal an Punkten schnuppern durften, fehlte ihn der zweiten Halbzeit doch einiges und der Heimsieg ging in Ordnung. Ein weiteres Mal wurde auch deutlich aufgezeigt, dass in der 2. Liga kurze Aussetzer (2 Tore in 2 Minuten oder Gegentreffer nach Anschlusstreffer) brutal bestraft werden. Trotz dritter Niederlage in Folge freuen sich die Rasechatze auf das nächste Heimspiel am Pfingstmontag um 12:00 Uhr auf der Weiersmatt in Sumiswald. Zu Gast wird der FC Kirchberg sein, gegen welchen man in der Vorrunde in der Pause noch mit 1:0 in Führung lag und am Schluss mit einer 3:1 Niederlage vom Kunstrasen musste.