Sportverein
Sumiswald

I-Mannschaft: Sieg gegen 12 Mann

30.05.2014
Stefan Sommer
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2:1
1. Mannschaft
 
FK Srbija

Mit dem 2:1 Sieg gegen Srbija dauert die fast unheimliche Serie ohne Niederlage bereits 15 Spiele an. Lorenz Lüthi in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit und Stefan Fankhauser kurz vor Spielende waren die Sumiswalder Torschützen. Der SVS spielte nicht nur gegen 11 zum Teil unfaire Gegenspieler, sondern auch gegen einen Schiedsrichter, der sich nicht gerade viele Freunde schuf auf der Weiersmatt. 

Die Freude bei sämtlichen Akteuren, beim Trainerduo Ryser/Gasser und den SVS-Anhängern war riesig als der Schiedsrichter nach schier unendlichen sechs Minuten Nachspielzeit abpfiff. Es war geschafft. Man hatte einen harten und zum Teil unfair agierenden Gegner 2:1 besiegt. Der Sieg und die drei Punkte bedeuten nicht nur, dass dem SVS der 3. Rang nicht mehr wegzunehmen ist, sondern auch die vorläufige Verteidigung des 2. Tabellenranges und die Fortsetzung der Ungeschlagenheit seit dem 21. September 2013 gegen Huttwil. Doch bis dahin war es ein zähes und hartes Stück Arbeit. 

Lorenz Lüthi bringt den SVS in Führung

Bereits vor dem Spiel wurde klar, dass dieser Match etwas besonderes werden könnte. Der Gegner aus Burgdorf gab sich trotz der prekären Tabellenlage beim Einlaufen betont locker und der kurzfristig aufgebotene Schiedsrichter kam zu spät und schien seine Sympathien eher mit dem Gegner zu teilen. Als das Spiel mit ordentlicher Verspätung endlich angepfiffen werden konnte, war es vorbei mit der Lockerheit beim Gegner. Von der ersten Sekunde an stiegen die Serben mit allen legalen und illegalen Mitteln in die Zweikämpfe. Das Heimteam schien arg verunsichert ab der harten Gangart des Gegners. Zuweilen auch der Schiedsrichter das Seinige zum einem hektischen Spiel beitrug. Im Zweifel entschied er zu Gunsten der Serben. Das soll aber die eher mittelmässige Leistung des SVS nicht entschuldigen. Praktisch mit dem Pausenpfiff ging das Heimteam dennoch in Führung. Lorenz Lüthi setzte sich auf der rechten Seite durch und seine Hereingabe wurde noch leicht von einem Abwehrspieler von Srbija ins eigene Tor abgelenkt.

Stefan Fankhauser mit dem Game-Winning Goal

Wie erwartet legte Srbija in der zweiten Halbzeit noch einen Gang höher und machte nun ordentlich Druck auf die Hintermannschaft der Sumiswalder. Wirklich gefährlich wurde es hingegen nur selten. Im Gegenteil: in der 68. Minute hätte der unsichere Schiedsrichter auf Elfmeter entscheiden MÜSSEN. Das Foul von hinten in die Beine von Martin Siegenthaler war so etwas wie „die Mutter aller Penalty‘s“. Jeder auf der Weiersmatt rechnete mit dem Penaltypfiff, doch der blieb zum Entsetzen der Einheimischen aus. Und so kam es wie es kommen musste: in der 75. Minute gelang Srbija nach einem schönen Spielzug über aussen der nicht unverdiente Ausgleich. Doch wie es sich gehört für den SV Sumiswald in der Rückrunde 2014, gelang auf dieses Mal noch ein spätes (Sieges-)Tor. Der erst 15-jährige B-Junior Michael Reist leitete den entscheidenden Angriff ein. Über Martin Siegenthaler gelangte der Ball zu Stefan Fankhauser, der erst einen Gegenspieler düpierte und schliesslich den Torhüter mit einem feinen Heber ins Leere laufen liess. Der Sieg war sicherlich nicht hochverdient. Ein 1:1 hätte eher dem Gezeigten entsprochen. Doch es war ein Sieg für den Fussball. Die verbalen Entgleisungen und die versteckten Fouls waren einer 3. Liga-Mannschaft nicht würdig. Ebenfalls das Vorgehen von Srbija, das kurz nach dem missglücktem Start in die Rückrunde vier neue Spieler aus ihrer Heimat eingeflogen haben. Warum der Verband dies duldet und ihnen eine Lizenz erteilte, ist eine andere, ungeklärte Frage. 

Letztes Heimspiel unter Hermann Ryser am Sonntag 

Am Sonntag Morgen um 10.15 gastiert der FC Herzogenbuchsee auf der Weiersmatt. Es ist dies das zweitletzte Spiel der Saison und gleichzeitig das letzte Heimspiel unter der Leitung von Hermann Ryser. Wer mit einem „Kehrausspiel“ rechnet, wird wohl gleich mit dem Anpfiff eines Besseren belehrt. Die Oberaargauer befinden sich in akuter Abstiegsgefahr und werden alles daran setzten, die Abschiedsvorstellung von Ryser auf der Weiersmatt zu vermiesen. 

Dagobert Duck