Sportverein
Sumiswald

I-Mannschaft: Sieg im Spitzenkampf

27.04.2014
Stefan Sommer
1471 Hits
0:1
FC Zollbrück
 
1. Mannschaft

Der wichtige Auswärtssieg beim Leader FC Zollbrück war bereits das 10. Spiel ohne Niederlage in Serie. Das goldene Tor schoss einmal mehr Martin Siegenthaler in der 85. Minute. Zollbrück hatte zwar etwas mehr vom Spiel, konnte sich aber kaum Chancen erarbeiten. 

„Komm zum Spitzenkampf“ - so stand es in bunter und auffälliger Schrift auf der FC Zollbrück Homepage. Erster gegen Dritter. Für beide Mannschaften ein grosses und wichtiges Spiel. Leader Zollbrück wollte mit einem Dreier den FC Roggwil auf Distanz halten und Sumiswald mit aller Macht den 3. Tabellenrang verteidigen. Die Vorzeichen für einen Auswärtssieg beim FCZ waren nicht gerade optimal. Diverse Stammspieler standen Hermann Ryser nicht zur Verfügung. 

Zollbrück ideenlos

Das Spiel war von Beginn weg zerfahren und bot dem Aufruf „komm zum Spitzenkampf“ zahlreich nachkommenden Zuschauern nur wenig Spektakel. Zollbrück hatte mehr Spielanteile, konnte sich gegen die massive SVS-Defensive nur sehr selten durchsetzen. Zu oft versuchte es der Leader mit langen Bällen auf die Stürmer Sven Aegerter und Vladislav Spunda. Eine schlechte Idee wenn Daniel Pfäffli in der Innenverteidigung spielt. Die Torchance von Thomas Gasser, der in der 40. Minute aus der Drehung knapp über das Tor schoss, war noch die grösste in der ersten Halbzeit. Mit dem torlosen Unentschieden war der SVS auf Kurs. Hermann Ryser war entsprechend zufrieden in der Pause. „Wir müssen hier keinen Schönheitspreis gewinnen. Zollbrück muss und wir wollen gewinnen. Je länger das Spiel dauert desto nervöser werden sie!“

Martin Siegenthaler - wer sonst?

Wenig überraschend ging es auch in der zweiten Halbzeit im gleichen Stil weiter. Zollbrück versuchte viel, war bemüht, aber insgesamt zu ideenlos. Sumiswald spielte weiterhin clever und machte die Räume für die gute FCZ-Offensive eng. Ein stark getretener Freistoss von Sven Aegerter, der wohl bei jedem anderen 3. Liga Torhüter unberührt im Lattenkreuz gelandet wäre, war die bisher grösste Chance des FCZ. Sumiswald hatte mit Jonas Steiner in der 72. Minute, als er aus ausgezeichneter Position übers Tor schoss, eine grosse Chance zum Führungstreffer. Alles deutete auf ein torloses 0:0 hin, ehe Martin Siegenthaler den FCZ ins Elend schoss. Der eingewechselte Adrian Fankhauser lancierte Martin Siegenthaler mit viel Übersicht in die Tiefe und dieser schoss überlegt aus halbrechter Position in die entfernte Torecke. Der Jubel kannte auf Seiten der Sumiswalder keine Grenzen. Selbst die zweite Mannschaft vom SVS, die im Anschluss ebenfalls gegen den FC Zollbrück antrat, unterbrach das Einlaufen um mit zu jubeln. Was folgte waren 10 Minuten, in denen mehr passierte als in den 85. Minuten zuvor. Zollbrück warf nun alles nach vorne, was dem SVS viel Platz zum kontern bot. Besonders der in der 68. Minute eingewechselte B-Junior Michael Reist machte dabei auf sich aufmerksam. Beinahe wäre ihm im ersten Spiel bei den „Erwachsenen“ auch gleich das erste Tor gelungen. Nach starker Einzelleistung war dann wohl die Nervosität so kurz vor der Siegessicherung doch etwas zu gross. Er scheiterte alleine vor dem FCZ-Schlussmann. Kurz vor Ablauf der 90 Minuten flog auch noch Patrick Zürcher nach einem unnötigen Rempler gegen Jonas Steiner mit gelb-rot vom Platz. Mit einem Mann weniger und mit dem Mute der Verzweiflung warf Zollbrück noch einmal alles nach vorne. Ausser zwei guten Freistoss Gelegenheiten von Sven Aegerter schaute dabei nicht mehr heraus. Sumiswald schaukelte den Vorsprung souverän über die Nachspielzeit.

„Atemlos“ - seit 10 Spielen ungeschlagen

Mit diesem Sieg sind die Sumiswalder nun bereits seit 10 Spielen ungeschlagen, was mit grösster Sicherheit Vereinsrekord bedeutet. Die letzte Niederlage datiert vom 21. September 2013 gegen den SC Huttwil. Der nächste Gegner am kommenden Samstag um 17.00 Uhr ist - drei Mal können Sie raten - der SC Huttwil. Mit drei Punkten Rückstand auf den Leader Zollbrück ist Sumiswald immer noch in Tuchführung mit der Tabellenspitze. Doch bevor die Gedanken dem Derby gegen Huttwil gelten wurde erst noch etwas gefeiert. Zu „Atemlos durch die Nacht“ von Schlagerschätzchen Helene Fischer konnte die Garderobenparty beginnen - selten zuvor fiel diese derart ausgelassen aus. Und zum Schluss noch dies: Wer in drei von vier Spielen die Tore zwischen der 80. und 90. Minute erzielt, der hat in der Wintervorbereitung vieles richtig gemacht...

Stefan Sommer

Fotos zum Spiel auf Facebook

Danke Risi, Uhlsport Schweiz