Sportverein
Sumiswald

Unglückliche Niederlage in Burgdorf

23.04.2012
Stefan Sommer
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2:0
SC Burgdorf
 
1. Mannschaft

 

Es ging nicht ganz so hoch zu und her wie vor einem Jahr im Champions-League Halbfinal zwischen Chelsea und Barcelona... doch der Ärger auf seiten der Rot-Weissen über den umstrittenen Strafstoss war trotzdem unüberhörbar.

Vieles deutete im Spiel auf der Neumatt auf ein 0:0 Unentschieden hin, ehe ein höchst umstrittener Elfmeter in der 87. Minute die späte Führung für die Burgdorfer ermöglichte. Sumiswald zeigte eine gute Leistung und hätte einen Punktgewinn verdient gehabt.

Spiele in Burgdorf sind immer etwas spezielles. Zum einen verdient die Neumatt weit und breit als einzige Spielstätte das prädikat „Stadion“ und zum anderen ist der Platz gefühlte zehn Meter breiter und zwanzig Meter länger als üblich. Am vergangenen Samstag kam auch noch der starke Wind als zusätzlicher Faktor hinzu.

Ausgeglichene erste Halbzeit

In der ersten Hälfte hatte der SVS den Wind im Rücken. Burgdorf hatte zwar etwas mehr vom Spiel und auch die grösseren Chancen, trotzdem hielten die gut organisierten Gäste sehr gut mit und liessen nicht viele gute Gelegenheiten zu. Die Beste besass der SCB in der 16. Minuten, als der gefährliche Hasler einen Kopfball aus guter Position über die Querlatte setzte. Doch auch Sumiswald kam zu Gelegenheiten. Dominik Ruch setzte den Ball nach einem schönen Angriff ins Aussennetz (33. Minute) und der agile Martin Siegenthaler verzog kurz vor dem Seitenwechsel aus 16 Metern.

Gegen Wind und Schiedsrichter

Nach dem Pausentee nahm der Wind noch einmal zu und der SVS hatte ihn nun gegen sich. Es kam des öftern zu kuriosen Szenen. Da die Burgdorfer nun clever die Räume für ein gepflegtes Aufbauspiel des SVS zustellten, musste nun im Spielaufbau vermehrt mit langen Bällen agiert werden. Kein einfaches Unterfangen, da diese oft vom Winde ins Nirgendwo getragen wurden. Burgdorf war nun vermehrt am Drücker, doch die erste grosse Torchance eröffnete sich dem SVS. Dominik Ruch und Martin Siegenthaler agierten vor dem Tor aber zu umständlich (63. Minute).

Wie so oft wurde Burgdorf in der Winterpause aktiv und kaufte vom sich im Abstiegskampf befindenden FC Hasle-Rüegsau für eine dreistellige Summe dessen besten Stürmer Mateusz Lubecki. Ob dies die feine Art ist, wird an dieser Stelle nicht weiter kommentiert. Lubecki sass vorerst nur auf der Bank und wurde in der 60. Minute eingewechselt. Drei Minuten später besass er die bis anhin grösste Chance. Sein Freistoss aus 17 Metern wurde aber von Roger Geering mirakulös über die Latte gelenkt. Es deutete viel auf eine Punkteteilung hin, ehe Burgdorf in der 87. Minute von Schiedsrichter Seydula Mersim ein Foulelfmeter zugesprochen wurde. Es war eine sehr harte und umstrittene Entscheidung. Der Verursacher Sven Jost beteuerte seine Unschuld auch nach Spielschluss und konnte den Entscheid nicht nachvollziehen. Cris Lomel behielt die Nerven und versenkte souverän in die linke untere Torecke. Die Gäste haderten mit dem Unparteiischen - ob zu Recht oder nicht kann nicht klar eruiert werden, da Burgdorf zwar ein Stadion hat, aber selbstverständlich keine Kameras entlang des Spielfelds postiert hat. Das 2:0 in der Nachspielzeit durch Mathias Hasler war danach der Schlusspunkt unter eine Partie, wo der SCB die drei Punkte sicherlich nicht gestohlen hat, letztendlich aber mit etwas Glück dazu gekommen ist.

Mit nur einem Punkt aus zwei Spielen hat für den SV Sumiswald der Abstiegskampf begonnen. Auf Tabellenrang sieben liegt der SVS nur sieben Punkte vor dem FC Hasle-Rüegsau.